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Berlin (rol) Seit einiger Zeit steht es ja schon fest, dass es mit der Formel König auch in der Saison 2004 weitergeht. Nach dem Ausstieg von Volkswagen Motorsport Ende der vergangenen Saison hat Serien-Organisator Werner Aichinger zusammen mit den Teamchefs aus der seit 1987 bestehenden Nachwuchsserie, in der sich der heute sechsmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher seine erste Meriten (Meister in der ersten Rennsaison 1988) verdient hatte, nach einer Lösung gesucht, um den Fortbestand der Formel König zu sichern. Und er ist fündig geworden, denn die preisgünstige und professionell geführte Einsteigerklasse wird 2004 im Rahmen der GTP-Rennserie (Gran Turismo Power Speed Weekends) antreten und insgesamt 14 Rennen an sieben Veranstaltungswochenenden austragen. Die Rennautos haben neue Seitenkästen, Heckflügel und Unterböden sowie geänderte Seitenplatten am Frontflügel, werden jedoch weiter von dem 1,4-Liter-VW-Motor (4 Zylinder 16V, 120 PS) angetrieben.
Neu in diesem Jahr ist eine so genannte Rookie-Meisterschaft, in der fünf Teams insgesamt zehn Fahrer in die Rennen schicken wollen. Das Rookie-Team, mit dem vor allem der Nachwuchs aus dem Kart-Rennsport in die Formel-Welt geführt werden soll, ist im Konsens mit Werner Aichinger ins Leben gerufen worden. Dabei handelt es sich quasi um eine Meisterschaft in der Meisterschaft - mit eigenem Reglement und eigener Wertung. Die Autos, die den Fahrern zur Verfügung gestellt werden, sind einheitlich mit entsprechenden Schriftzügen bzw. Aufklebern gekennzeichnet, haben ein einheitliches Set-up und eine identische Getriebeübersetzung, jedoch nicht die oben genannten Veränderungen der Renner der A-Wertung. Am Rennwochenende (Zeittraining und zwei Wertungsläufe) dürfen nur vier neue Reifen eingesetzt werden. Für das freie Training der folgenden Veranstaltung sind die gekennzeichneten Reifen des vorigen Meisterschaftslaufes zu verwenden. Auch die Anzahl des Tests ist limitiert; insgesamt sollen es zehn zentrale Testtage sein. Ziel des Ganzen: Kostenminimierung.
Somit belaufen sich die Saisonkosten pro Fahrer auf 40.000 Euro (zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer), wobei der Rennoverall bereits enthalten ist. Zudem wird pro Rennwochenende für einen Rundum-Versicherungsschutz der Autos gesorgt. Dabei sind für 1000 Euro (zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer) pro Veranstaltung bei einer Selbstbeteiligung von 2500 Euro alle Reparaturkosten für die im Trainings- oder Renneinsatz entstandenen Unfallschäden abgedeckt. Vorteil der Geschichte: Es entstehen keine unüberschaubaren Zusatzkosten.
Ab dem Jahr, in dem sie 16 Jahre alt werden, können Fahrerinnen und Fahrer in die Rookie-Meisterschaft einsteigen. Meister und Vizemeister müssen das Rookie-Team zum Ende der Saison verlassen. Maximal können die Fahrerinnen und Fahrer zwei Jahre in dieser Truppe bleiben, die an jedem Rennwochenende an einem anonymen Beispiel auch eine gemeinsame Datenauswertung unternimmt. Auch an eine gemeinsame physiotherapeutische Betreuung der Teammitglieder ist gedacht.
Die Idee ist, etwas für den kleinen Geldbeutel im Motorsport zustande zu bringen. Zurzeit wird mit Hochdruck daran gearbeitet, das Konzept mit Leben zu erfüllen. Die ersten Fahrer sind schon fix, doch man ist weiter intensiv auf der Suche. Vor allem nach Leuten, die aus dem Kartsport kommen und in den Formelrennsport wollen. So werden die Formel König und einige Rookie-Teams auch auf der weltgrößten Kart-Messe in Offenbach am 24./25. Januar vertreten sein.
Bei den fünf an der Rookie-Meisterschaft beteiligten Teams handelt es sich um Seyffarth Motorsport (Querfurt/Sachsen-Anhalt), MPP Schwadtke Racing (Leibsch/Spreewald/Brandenburg), Arndt-Motor-Sport (Dahlwitz-Hoppegarten/Märkisch-Oderland/Brandenburg), Steinert Motorsport (Falkenrehde/Havelland/Brandenburg) und WMSporting (Höxter/Nordrhein-Westfalen. Die Teams arbeiten in der Rookie-Meisterschaft Hand in Hand, um den talentierten Nachwuchs gemeinsam auf die Sprünge zu helfen. Selbst der Austausch von Ersatzteilen und von Know-how ist darin mit einbezogen, was ja nicht überall im Motorsport üblich ist.
Auftakt der Saisonvorbereitung 2004 ist eine Testwoche im französischen Val de Vienne vom 8. bis 12. März, die zusätzlich zu den zehn Testtagen für das Rookie-Team in Anspruch genommen werden kann. Dort besteht auch die Möglichkeit, einen kostenlosen Lizenzlehrgang zu absolvieren.
Die vorläufigen Renntermine der Formel König und deren Rookie-Meisterschaft 2004.
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